
"Kinder kommen durch Frauenkraft"
Die Hebammenkunst ist bis in die frühe Geschichte der Menschheit zurückzuverfolgen. Sie entwickelte sich aus der solidarischen Hilfe, die sich Frauen untereinander bei der Geburt leisteten. Der Berufsbezeichnung "Hebamme" liegt ein altes germanisches Ritual zugrunde: Dem Neugeborenen wurde Nahrhaftes in den Mund gesteckt, es wurde auf einen Schild gelegt, in die Höhe gehoben und dem Vater präsentiert. Durch die Entgegennahme wurde das Kind von ihm anerkannt. Davon leitet sich der althochdeutsche Ausdruck "Hevianna", die "Hebende", ab. Der "Kreißsaal" ist im Krankenhaus jener Bereich, in dem Frauen gebären. In ihm steckt "kreißen", der ältere Ausdruck für "kreischen" (auch gellend schreien, stöhnen, ...).
Die Zeiten ändern sich ...
Hebammen heute haben eine spezialisierte medizinische Ausbildung. Sie arbeiten im gesunden Bereich von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett selbständig, im pathologischen Bereich, z. B . bei Störungen der Schwangerschaft oder Komplikationen unter der Geburt, mit GynäkologInnen und anderen Berufsgruppen zusammen. Hier in unserem Krankenhaus beraten, begleiten und unterstützen Hebammen die werdenden Eltern in Geburtsvorbereitungskursen, bei Kreißsaalführungen und in Informationsabenden. In der Gebärambulanz schreiben sie Herztonkurven (CTG) vom ungeborenen Kind und bieten geburtsvorbereitende Akupunktur an. Im Kreißsaal betreuen sie Gebärende, überwachen das Kind in der Gebärmutter mit Hilfe technischer Mittel und führen Spontangeburten durch; sei es im Entbindungsbett, auf der Matte, am Hocker oder im Wasser.
Vertrauen Sie uns, wir sorgen uns um Sie ...
>>Kontakt unter Telefon: » 03462 / 4411 - 2401