

Wenn rasche und kompetente Hilfe nötig ist
Die Anästhesie-Ärzte leisten aufgrund ihrer Kenntnisse über Atmung, Herz-Kreislauf-Funktion und lebenserhaltende Maßnahmen auch Einsätze in der Notfallmedizin. Der Notarztdienst unseres Bezirks wird von einem Anästhesisten geleitet.
Geschichte
Im Bezirk Deutschlandsberg fuhr am 1. Feber 1993 zum ersten Mal ein Notarzt-Team zu einem Einsatz. Erst ab Jänner 1998 standen jedoch genügend Notärzte zur Verfügung, um die notärztliche Versorgung des Bezirkes mit einer Fläche von 865 km2 und ca. 61.000 Einwohnern rund um die Uhr sicherzustellen.
Rendezvous-System
Das Notarzt-System Deutschlandsberg arbeitet im Rendezvous-System. Das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) bringt Notarzt, Notfallsanitäter und Ausrüstung so rasch wie möglich zum Einsatzort. Der Abtransport des erstversorgten Patienten erfolgt durch einen ebenfalls zur Unfallstelle beorderten Rettungstransportwagen (RTW). Mit dem derzeitigen NEF, einem VW T5 Allrad mit 170 PS kann die Ausrüstung von ca. 300 kg sicher transportiert werden. Pro Jahr werden mit diesem Fahrzeug rund 30.000 km unter Einsatzbedingungen zurückgelegt.

Alarmierung
Die Alarmierung von Notarzt und Notfallsanitäter nach Eintreffen eines Notrufes bei der Leitstelle des Roten Kreuzes erfolgt über Funk.
Notarzt-Team
Im Notarzt-Team sind zur Zeit 21 Notärzte und 37 haupt- und ehrenamtliche Rot-Kreuz-Notfallsanitäter tätig. Zudem verstärken Notfallsanitäter des Österreichischen Bundesheeres, die in unserem System Erfahrung sammeln, das Team.
Einsätze
Es werden pro Jahr ca. 1.100 Einsätze gefahren. Hierbei überwiegen mit 65 % die internistischen Notfälle (Herzinfarkt, Hochdruckkrisen, Asthma, Schlaganfall) gegenüber den chirurgischen mit 34 % (Verkehrs-, Arbeits-, Freizeitunfälle etc.) und sonstigen Notfällen.
Trahütten / Jänner 1999: Busunfall Trahütten 24.1.1999. Bei einem ungarischen Reisebus hatten nach einem Schiausflug auf die Weinebene auf der Heimreise ins Tal die Bremsen versagt. 18 Menschen wurden bei diesem Unfall getötet, 25 weitere Personen schwer verletzt.
Soboth / Dezember 2003: Während einer Adventfeier waren in einer Kirche wegen winterlicher Temperaturen Heizstrahler aufgestellt worden. Diese führten zu einem Sauerstoffmangel im Innenraum der Kirche, sodass 44 Personen mit Symptomen einer Kohlenmonoxidvergiftung ins LKH Deutschlandsberg gebracht werden mussten.